
Abfluss stinkt? Das können Sie selbst tun – und das lieber nicht
Ein stinkender Abfluss in Küche, Bad oder Dusche ist nicht nur unangenehm, sondern oft auch ein erstes Warnzeichen. Häufig stecken Ablagerungen, Essensreste, Fett, Haare oder Seifenreste dahinter. Die gute Nachricht: Nicht immer muss sofort ein Fachbetrieb kommen. Manche Ursachen lassen sich zunächst selbst prüfen.
In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, was bei einem stinkenden Abfluss helfen kann, welche Fehler Sie vermeiden sollten und wann eine professionelle Rohrreinigung sinnvoll ist.
Warum stinkt ein Abfluss überhaupt?
Ein unangenehmer Geruch entsteht meistens dann, wenn sich im Rohrinneren Ablagerungen festsetzen. Dort sammeln sich mit der Zeit Rückstände, die faulen oder gären können. Besonders häufig passiert das in:
- Küchenspülen
- Waschbecken im Bad
- Duschen und Badewannen
- Bodenabläufen
- selten genutzten Abflüssen
Typische Ursachen sind Fett, Speisereste, Haare, Zahnpasta, Seifenreste oder stehendes Wasser im Siphonbereich.
Was Sie zuerst selbst prüfen können
Bevor Sie zu chemischen Mitteln greifen, sollten Sie die einfachsten Ursachen kontrollieren.
1. Siphon auf Gerüche prüfen
Unter Waschbecken und Spülen sitzt meist ein Siphon. Dort bleibt Wasser stehen, damit keine Kanalgerüche nach oben ziehen. Wird ein Abfluss längere Zeit nicht benutzt, kann dieses Wasser teilweise verdunsten. Dann entstehen unangenehme Gerüche.
Tipp:
Lassen Sie einfach etwas Wasser laufen und prüfen Sie, ob der Geruch danach besser wird.
2. Sichtbare Rückstände entfernen
Im Bereich des Siebs oder direkt am Abflussrand sammeln sich oft Haare, Seifenreste oder Fettbeläge.
Tipp:
Entfernen Sie sichtbare Rückstände vorsichtig von Hand oder mit einem Handschuh und reinigen Sie den Bereich gründlich.
3. Mit heißem Wasser nachspülen
Vor allem in der Küche können Fettablagerungen eine Rolle spielen.
Tipp:
Spülen Sie mit heißem, aber nicht kochendem Wasser nach. Das kann leichte Fett- und Schmutzablagerungen lösen.
Welche Hausmittel manchmal helfen
Bei leichten Gerüchen können einfache Maßnahmen sinnvoll sein.
Natron und warmes Wasser
Natron kann dabei helfen, leichte Gerüche zu reduzieren und Verschmutzungen etwas zu lösen.
So geht’s:
Geben Sie etwas Natron in den Abfluss und spülen Sie nach kurzer Einwirkzeit mit warmem Wasser nach.
Gründliche Reinigung des Abflussbereichs
Oft sitzt der Geruch nicht tief im Rohr, sondern direkt im oberen Bereich.
Tipp:
Reinigen Sie Sieb, Abflussrand und Überlauföffnung besonders gründlich.
Was Sie besser nicht tun sollten
Viele greifen bei Gerüchen oder ersten Ablaufproblemen sofort zu aggressiven Rohrreinigern. Das ist nicht immer sinnvoll.
Vorsicht mit chemischen Rohrreinigern
Starke chemische Mittel können Dichtungen, ältere Leitungen oder empfindliche Rohrmaterialien belasten. Außerdem lösen sie nicht jede Verstopfung zuverlässig.
Nicht wild mit Werkzeugen im Rohr arbeiten
Metallspiralen oder harte Gegenstände können bei unsachgemäßer Anwendung Schäden verursachen oder Ablagerungen nur tiefer ins Rohr schieben.
Fett nicht in den Ausguss geben
Gerade in der Küche ist das einer der häufigsten Gründe für spätere Gerüche und Verstopfungen.
Wann Sie besser einen Fachbetrieb rufen sollten
Ein stinkender Abfluss ist oft noch harmlos. Es gibt aber klare Zeichen, dass mehr dahintersteckt:
- der Geruch kommt immer wieder
- das Wasser läuft deutlich langsamer ab
- es gluckert im Rohr
- mehrere Abflüsse im Haus sind betroffen
- Hausmittel bringen keine Besserung
- es besteht der Verdacht auf eine tiefere Verstopfung
Dann ist es sinnvoll, die Ursache professionell prüfen zu lassen, bevor aus einem Geruchsproblem eine echte Verstopfung wird.
So beugen Sie Gerüchen im Abfluss vor
Mit ein paar einfachen Gewohnheiten lässt sich vieles vermeiden:
- Essensreste nicht in die Spüle geben
- Fett nie flüssig in den Abfluss schütten
- Haare regelmäßig aus Dusche und Waschbecken entfernen
- selten genutzte Abflüsse gelegentlich mit Wasser durchspülen
- Siebe und Abflussränder regelmäßig reinigen
Fazit
Wenn der Abfluss stinkt, liegt die Ursache oft in Ablagerungen oder einem ausgetrockneten Siphon. Leichte Fälle können Sie zunächst selbst prüfen und reinigen. Bleibt der Geruch bestehen oder läuft das Wasser schlechter ab, sollte die Leitung fachgerecht kontrolliert werden.
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